BEWEGUNGEN LANGSAM ÜBEN

Das muskuläre Gedächtnis unseres Körpers ermöglicht es uns, Bewegungsmuster ohne oder mit nur geringer bewusster Beteiligung auszuführen. Beispiele für das muskuläre Gedächtnis sind Gehen, Radfahren, Tippen und natürlich das Spielen eines Musikinstruments. Um dieses Gedächtnis zu entwickeln, benötigen die Muskeln Training in Form von wiederholter bewusster Steuerung durch den Verstand. Zuerst muss der Verstand das Muster lernen. Dann muss der Verstand den Muskeln das Muster “beibringen”.

Zuerst muss der Verstand alle Muskelbewegungen kontrollieren. Je kontrollierter und präziser die Bewegungen sind, desto schneller entwickeln die Muskeln ein Muskelgedächtnis. Durch langsames Üben kann der Verstand auch den “antagonistischen Muskeln” beibringen, sich zu entspannen. Antagonistische Muskeln sind Muskeln, die sich in entgegengesetzte Richtungen bewegen. Durch die Entspannung der antagonistischen Muskeln können Verspannungen gelöst werden, was zu einer schnelleren und leichteren Leistung führt und mögliche Verletzungen verhindert.

 

In kleinen Einheiten trainieren

Eine “Einheit” ist einfach eine endliche Folge von Bewegungen. Musikalische Einheiten können von ein paar Tönen bis zu einem ganzen Stück reichen. Beim Üben ist es wichtig, kleine Einheiten von nur wenigen Noten zu üben. Das Üben kleiner Einheiten begrenzt die Menge an Informationen, die die Muskeln auf einmal lernen müssen. Es erleichtert auch die Konzentration und den Verstand. Verbinden Sie das Ende einer Einheit mit dem Anfang der nächsten. Um den Muskeln zu helfen, ein Gefühl für die Kontinuität des gesamten Stücks zu entwickeln, sollte die letzte Bewegung einer Einheit die erste Bewegung der nächsten sein.

 

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Üben Sie jede Einheit

Sobald die Muskeln ein Muster gelernt haben, sind sie in der Lage, es ohne bewusste Kontrolle auszuführen. Leiten Sie das Muster durch einen bewussten Befehl ein und lassen Sie die Muskeln es in einem Zug ausführen.

 

Keine Fehler machen

Für jede Wiederholung, die erforderlich ist, um ein Bewegungsmuster zu erlernen, sind 7 Wiederholungen erforderlich, um das Muster zu verändern. Wenn Sie während der Übung einen Fehler machen, hören Sie auf. Wiederholen Sie die Bewegung in Gedanken. Verringern Sie dabei die Geschwindigkeit der Bewegung.

 

Pause zwischen Wiederholungen

Bei sich wiederholenden Tätigkeiten kann sich der Geist besser konzentrieren, wenn die Wiederholungen durch kurze Pausen unterbrochen werden. Machen Sie nach zwei oder drei Wiederholungen eine Pause von etwa 30 Sekunden, um sich wieder zu konzentrieren.

 

Häufig pausieren und nicht zu viel trainieren

B.F. Skinner und andere Experten haben festgestellt, dass die Lernfähigkeit des Geistes nach längerer intensiver Konzentration deutlich abnimmt. Die Forschung zeigt, dass zu langes Lernen (d.h. mehr als vier Stunden) die für das Lernen notwendigen Chemikalien im Gehirn erschöpfen kann. Daher ist es am besten, häufige Pausen einzulegen (etwa alle 20-25 Minuten eine 5-minütige Pause) und nicht länger als 4 Stunden hintereinander zu lernen. Wenn Sie diese Techniken anwenden, können Sie die Qualität Ihrer Praxis erheblich verbessern. Sie können Ihre Zeit effizienter nutzen und die Effektivität Ihrer Praxis steigern.

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